philosophie

Ein gleichmäßig vorwärtstretendes Pferd, welches losgelassen, im Rücken schwingend und in Selbsthaltung willig über den Boden schwebt und mit Leichtigkeit jeder Hilfe folgt, braucht einen Reiter mit einem hohes Maß an Körperwahrnehmung und der Fähgkeit,  die Bewegung seines Partners "Pferd" in jedem Moment auffangen und begleiten zu können.

 

Die Schulung dieser Eigen- und Fremdwahrnehmung bildet eine wichtige Grundlage meines Reitunterrichts. Sätze wie "Nimm die Ferse tief!" oder "Mach dein Bein lang!" sind zu den gängigsten Reitlehrerratschlägen geworden. Es sind gutgemeinte Anweisungen, mithilfe deren versucht wird, den Schüler in eine lehrbuchhafte Sitzposition zu bringen. Viele Reiter sind, ohne es zu bemerken, in alten Mustern gefangen. Sie sitzen schief, lehnen sich zu weit nach vor bzw. zurück oder knicken im Becken ein. Das eigene Körperschema hat sich mit der Schiefe arrangiert und lässt sie denken, sie säßen gerade. Mit einem "Bein lang!" lässt sich ein Einknicken in der Hüfte nicht lösen, genausowenig wird mit einem "Ferse tief!" ein verspanntes Sprung- und Kniegelenk locker. Ein "Zwick die Oberschenkel nicht zusammen!"  wird reflexartiges festklammern im Trab nicht abstellen genausowenig wie ein "Lass die Hand stehen" ein unterbewusstes Abdriften selbiger nicht unterbindet.

 

Elemente aus dem Centered Riding® helfen, die Körperwahrnehmung zu schulen. Einem Reiter, der in die innere Balance gefunden und seinen Körper völlig unter Kontrolle hat, wird es gelingen, sein Pferd sicher und koordiniert zu bewegen. Haltung, Schub, Gleichgewicht und Kommunikation verbessern sich und Leichtigkeit in der Bewegung entsteht.

 

Centered Riding erweitert das WAS (Bein lang) und bringt das WIE ins Spiel. Übungen auf dem Pferd sowie am Boden kombiniert mit inneren Bildern helfen, ins Gleichgewicht zu kommen und sich über die menschliche Anatomie bewusst zu werden. Nur wer weiß, wie sein Körper funktioniert, kann der Bewegung seines Pferdes bestmöglich folgen.

 

Im Sinne der Ganzheitlichkeit

Die beste Förderung vom Sattel aus ist nutzlos, wenns beim Trainingspartner harkt und zwickt. Pferde sind nicht dafür gebaut, uns Menschen auf ihrem Rücken zu tragen. Neben einem angepassten Training ist es genauso wichtig, die physischen Strukturen und Mechanismen zu stärken und gesund zu erhalten.


In diesem Bereich freue ich mich über die Zusammenarbeit mit Ann-Kristin Baum. Sie leistet wertvolle Hilfe nicht nur bei der Rehabilitation nach Verletzungen sondern auch bei der Gesund- und Mobilerhaltung. Entsprechende Übungen und Trainingsschwerpunkte können, im Sinne einer ganzheitlichen Förderung, wiederum im Reitunterricht eingebaut werden.


Ann-Kristin Baum
+43  677  611 29 229
www.ganzheitliche-pferdebetrachtung-baum.com