Philosophie

 

Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig seine Fehler zu besitzen. 

Friedrich II  (1712 - 1786)

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Kinder und Jugendliche

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann ein Therapiehund wertvolle Hilfe und Unterstützung leisten. Der Kontakt zum Hund spricht alle Sinne an und findet auf mehreren Ebenen statt. Die Arbeit im emotionalen Bereich reicht von Wahrnehmungsförderung, Sensibilisierung und Stärkung des Selbstwertgefühls bis hin zur Entwicklung von Verantwortungsgefühl. Auch Angstbewältigung kann hier stattfinden.

Auf der sozialen Ebene lernen Kinder gemeinsame Regeln einzuhalten und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Sie erhalten Anerkennung, legen aggressives Verhalten ab und bauen Beziehungen auf. Kinder die zuhause überwiegend schlechte Bindungserfahrungen gesammelt haben, erhalten in der Arbeit mit dem Therapiehund die Chance, über das Medium Hund ihre Beziehungsfähigkeit im Bezug auf Menschen zu steigern. Im motorischen Bereich wird das Tier in spielerischer Form zur Verbesserung der Feinmotorik und der Eigenwahrnehmung eingesetzt und unterstützt somit die Grundvoraussetzungen für den Aufbau eines Körperschemas. Der vierte Bereich betrifft kognitive Fähigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Problemlöseverhalten, Auffassungsvermögen und die Fähigkeit Situationen zu erfassen und adäquat zu handeln.

 

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Geriatrie | Senioren

"Tiere tun dem Menschen wol", wusste bereits Walther von der Vogelweide. Der Alltag in Seniorenheimen ist oft eintönig.  Durch die Einsparungen beim Pflegepersonal wird es für Betreuer immer schwieriger, Zeit für einzelne Personen zu finden - viele ältere Menschen ziehen sich zurück. Da kommt ein regelmäßiger Hundebesuch ganz gelegen. Viele ältere Menschen besaßen in früheren Jahren selbst Haustiere, vielleicht sogar einen Hund. Der Besuchsdienst bietet Raum für Gemeinschaft und bringt die Bewohner zusammen. Gespräche entwickeln sich, Freundschaften werden geschlossen. Neben dem sozialen Effekt eignet sich so ein Hundebesuch auch bestens, um Motorik, Wahrnehmung und kognitive Leistungen mit Hilfe von kleinen Spielchen zu trainieren.

 

Menschen mit Beeinträchtigung

Die Gesellschaft macht es Menschen mit Beeinträchtigungen oft nicht leicht im Leben. Ihr Umfeld hat häufig Hemmungen, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Hunde besitzen die kostbare Gabe, keine Vorbehalte gegenüber Andersartigkeiten zu haben. Sie werten nicht, haben keine Vorurteile und verschenken ihre Zuneigung ohne Rücksicht auf Äußerlichkeiten. Sie sind sogar in der Lage, stärker ausgeprägte Sinne wahrzunehmen, mit Hilfe deren Menschen ihre Defizite kompensieren. Das Gefühl des Angenommenseins berührt jede Seele positiv und ist auch für Menschen mit Beeinträchtigungen ein Grundbedürfnis. Akzeptiert und geliebt zu werden wie man ist, steigert das Selbstwertgefühl und wirkt wohltuend auf die gesamte psychische Situation.

 

Der Therapiehund ist ein wichtiger Helfer für Menschen mit Beeinträchtigungen, der Zwischenmenschlichkeit fördert und das Selbstwertgefühl steigert.